Stehende Hitze, ein brummender Ventilator und zwölf Geschworene, die über Leben und Tod entscheiden müssen. Der zeitlose Klassiker von Reginald Rose ist ein intensives Kammerspiel, ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Sichtweisen und Lebensrealitäten.
Das Bühnenbild zeigt einen abgedunkelten Raum, die Hitze der Straße dringt kaum herrein, die Jalousien sind herrabgezogen. Links liegt ein karges Bad, rechts ein weiteres Fenster. Eine lange Bank begrenzt, wie ein enger Rahmen, den gesamten Spielbereich. Die Geschworenen sitzen dicht aufeinander. Filigrane Reihen von Fenstern, die an die frühen Stahl-Konstruktionen der Wolkenkratzer von Manhatten erinnern, umschließen den Raum. Zugleich erinnern sie an die Gitter in Gefängnissen. Doch die Bühne hinter den Fenstern ist schwarz, wodurch der Raum im Gerichtssahl einsam und von der Zeit losgelöst erscheint. Diese leere Offenheit und gleichzeitige Begrenzung des Raums, erzeugt eine intensive Atmosphäre, eine nach Innen gerichtete Konzentration allein auf das hier und jetzt.
regie / jörg schur / regieassistenz / remi descamps, timo schur / souffleuse / marianne petermann, barbara osswald,/ bühnenbild / stellajonathan / bühnenbau / stellajonathan mit marianne petermann, peter petermann, bernhard vogt, christa klement / kostüme / tanja easaw, christa klement / technik & licht / jürgen peschanel, klaus-dieter hötzl
premiere 20/03/2026 / schauspiel neusäss








